Für alle statt für wenige


  • «Nächster Halt Wohlen.» tönt es aus dem Lautsprecher. Der Zug hält, die Türen öffnen sich und ein Menschenstrom drängt sich in die einzige Personenunterführung am Bahnhof Wohlen. Als ich die Rampe hoch komme eilt die Dame rechts von mir zum Bus in Richtung Meisterschwanden. «Achtung Auto!». Glück gehabt schon wieder, bereits hier müssen die Passagiere und die Autofahrer einer gefährlichen Situation begegnen. Alles gut gegangen und keine Zeit um lange darüber nachzudenken, eile auch ich zum Bus. Zuerst vorbei am Taxistand und dann über den Kurzzeitparkplatz, als gerade ein älteres Automodell reinfahren will. Wie bei dem Fahrzeug vorher, scheinen auch bei diesem glücklicherweise die Bremsen zu funktionieren. Bei den Velounterständen, die von den bereits wartenden Busgästen als Regenunterstände genutzt werden, versuchen einige bereits ihr Fahrrad zwischen den Wartenden zu befreien, um möglichst schnell heimwärts in die Pedale zu treten. Die Unterstände bieten nicht allen Schutz, daher haben sich einige vor den parkierten Fahrzeugen hingestellt. Ich habe es geschafft und steige in den Bus ein. Kaum will der Busfahrer losfahren, kommt es zur ersten Vollbremsung. Natürlich! Auch diejenigen mit Fahrzeugen am Bahnhof sind bei ihrem Auto angekommen und wollen jetzt losfahren. Bereits der erste Stau und wir sind gar noch nicht auf der Strasse, sondern immer noch auf dem Bahnhofplatz. Zuerst muss noch abgewartet bis der Automobilist ganz aus seinem Parkplatz raus ist und bitte dabei die Fahrradfahrer nicht vergessen. Mit eins-zweimal hupen, aber ohne Unfall kann der Busfahrer doch noch seine Route aufnehmen.

    Die oben geschriebenen Zeilen beschreiben so ungefähr, was ich fast täglich auf dem Bahnhof Wohlen erlebe. Mit der Neugestaltung vom Bushof und Bahnhofplatz kann man endlich die Ströme entflechten und sie sicherer machen. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Bushofdach plant man zeitgemäss die Produktion von erneuerbaren Energien unter optimaler Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Ich unterstütze weitsichtige Projekte in meiner Gemeinde und sage JA zur Neugestaltung Bushof und Bahnhofplatz mit neuer Park+Rail-Anlage.

    Milenko Vukajlovic
    Parteivorstand SP Wohlen AG

  • Vor kurzer Zeit trafen sich der Vorstand sowie zahlreiche Mitglieder der SP Wohlen zur Generalversammlung. Dabei standen der Jahresrückblick 2017, die Rechnung 2017, die Überarbeitung der Statuten sowie die Neubesetzung des Vorstandes im Fokus.

    SP-Parteipräsident Cyrille Meier konnte auf ein äusserst erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Neben der sehr gut besuchten 1.-Mai-Feier in Wohlen, bei der Roland Lamprecht als Gastredner brillierte, standen die Wahlen des Gemeinde- und Einwohnerrates im Mittelpunkt. Dabei wurde Arsène Perroud Ende September mit einem Glanzresultat zum Gemeindeammann gewählt. Obwohl der bürgerliche Kandidat Paul Huwiler von allen bürgerlichen Parteien unterstützt wurde, gewann Arsène Perroud mit fast 1000 Stimmen Vorsprung. Zwei Monate später folgte der nächste Höhepunkt aus Sicht der SP. Bei den letzten Einwohnerratswahlen konnte die SP Wohlen ihre Anzahl Sitze von 4 auf neu 7 Sitze erhöhen. Nicht einmal in den kühnsten Träumen hätte sich Parteipräsident Cyrille Meier so einen Erfolg ausgemalt. Neben den Erfolgen auf der politischen Bühne konnte man auch einen hohen Mitgliederzuwachs vermelden, der langfristig die Basis der SP Wohlen stärken wird.

    «Dennoch dürfen wir uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen», ermahnte Cyrille Meier. «Man muss nun offensiver im bürgerlichen Einwohnerrat politisieren und die Standpunkte der SP in den Kommissionen energisch vertreten. Zusätzlich muss die SP Wohlen im Hinblick auf die Grossratswahlen im Jahr 2020 neben Arsène Perroud und Thomas Leitch-Frey auch andere kompetente Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen können.»

    Die Rechnung 2017 wurde von Alex Stirnemann präsentiert und der Wahlkampf hatte dort Spuren hinterlassen, doch dafür hatte man vorgängig 3 Jahre lang gespart. «Natürlich hatten wir niemals so ein grosses Wahlkampfbudget wie die bürgerlichen Parteien», meinte Alex Stirnemann. «Schlussendlich konnten wir mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen einen guten Wahlkampf auf die Beine stellen.» Insgesamt wurden rund 10’000 Franken in den Wahlkampf investiert. Dabei erzielte man einen Verlust von 3200 Franken. Für das nächste Jahr budgetierte Alex Stirnemann einen Gewinn von 3900 Franken.

    Neben dem Jahresbericht und der Rechnung stand auch die Überarbeitung der Statuten auf der Traktandenliste. Vorstandsmitglied Milenko Vukajlovic hatte die alten Statuten überarbeitet und aktualisiert. Die neuen Statuten wurden anschliessend einstimmig genehmigt.

    Leider traten Corinne Manimanakis sowie Arsène Perroud aus dem Vorstand aus. Dafür wurden Mergim Gutaj (Kassier) sowie Simone Allenspach (Aktuarin) neu in den Vorstand gewählt. Die drei bisherigen Vorstandsmitglieder Cyrille Meier (Präsidium), Alex Stirnemann (Fraktionspräsidium) und Milenko Vukajlovic (Generalsekretär) wurden einstimmig wiedergewählt.

  • Die SP startet in die neue Legislaturperiode mit neu 7 Sitzen im Einwohnerrat. Die erste Einwohnerratssitzung war geprägt von diversen Wahlen. Folgende Traktanden standen an:

    1. Präsident/in des Einwohnerrates

    2. Vize-Präsident/in des Einwohnerrates

    3.  2 Stimmenzähler/innen

    4. 9 Mitglieder/innen der FGPK

    5. Präsident/in der FGPK

    6.  12 Mitglieder des Wahlbüros

    Während die Wahl vom Präsidenten des Einwohnerrates ohne Nebengeräusche über die Bühne ging, war die Wahl des Vizepräsidenten vorgängig umstrittener als man bei der Wahl der letzten Einwohnerratssitzung vermuten konnte. Die Wahlsiegerin SP stellte als Vertreterin des inneren Ringes (SP, Grüne, GLP, EVP) Anspruch auf das Amt des Vizepräsidenten. Nach einer interfraktionellen Sitzung konnte keine Einigung erzielt werden, denn neben der SP stellte auch die CVP Anspruch auf dieses Amt. Dementsprechend sassen die SP und CVP zusammen an einen Tisch und fanden eine ausgewogene Lösung aus dieser Zwickmühle. Die SP überliess der CVP das Vizepräsidium des Einwohnerrates, hingegen bekam die SP von der CVP die Zusicherung, dass sie zwei Kandidat/innen der SP in die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) wählen werden sowie Anna Keller (Grüne) als Präsidentin der FGPK. An diese Abmachung hielten sich alle involvierten Parteien. Deswegen wurden neu Alex Stirnemann und Laura Pascolin in die FGPK gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

    Des Weiteren stellt die SP nach mehreren Jahren wieder einen Stimmenzähler. Hier bedankt sich die Partei bei Dorian Hyde, der dieses Amt für die nächsten zwei Jahre ausüben wird.

    Zusätzlich möchte sich die Partei auch bei den zwei Mitgliedern des Wahlbüros (Anita Meyer, Manuela Jäggi) bedanken, die bisher eine hervorragende Arbeit im Wahlbüro geleistet haben und nochmals vier Jahre weitermachen.